Konstanz

Sehenswürdigkeiten in Konstanz am Bodensee

Konstanz, die größte Stadt am Bodensee, ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte in Deutschland, weil die Alliierten im Zweiten Weltkrieg vermieden, sie zu bombardieren, da sie dem neutralen Kreuzlingen in der Schweiz zu nahe war.

Das Ufer von Konstanz. © Wolfgang Jürgens / pixelio.de

Die Altstadt von Konstanz

Die Geschichte von Konstanz ist über 1.000 Jahre alt und viele der Gebäude in der Niederburger Altstadt sind mit eleganten Aufdrucken auf der Fassade versehen.

Ein Rundgang durch ruhige Kopfsteinpflastergassen führt Sie vom Münster nach Norden bis zum Rhein hinunter. Herzstück dieses Stadtteils ist die Marktstätte. Hier finden Sie den Kaiserbrunnen mit vier ehemaligen Kaisern, je einen dreiköpfigen Pfau mit königlich gekröntem Kopf sowie ein Bronzepferd.

Während die Straße von Restaurants und Cafés gesäumt ist, findet an jeden ersten Freitag im Monat von Mai bis Oktober im Freien ein Fest statt. Der Gassen-Freitag bietet Live-Musik, Street Food, Getränke und sogar einen traditionellen Flohmarkt.

Hinter dem Platz befindet sich das Konzil Gebäude, das 1388 als Lagerhalle errichtet wurde. Jetzt beherbergt es einen Konzertsaal, daneben stehen Statuen der Einheimischen Jan Hus und Graf Ferdinand von Zeppelin.

In der Umgebung befinden sich auch das wunderschön mit Fresken verzierte Hohenzollernhaus aus dem 15. Jahrhundert, das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert und das Haus zum Rosengarten, einst eine mittelalterliche Metzgereizunft und heute ein Museum für die Region.

Der Hafen

Wie in jeder Stadt am Bodensee konzentriert sich Konstanz auf den Hafen. Die Promenade beginnt an der Rheinbrücke und folgt dem Hafen. Bummeln Sie über die von Palmen gesäumte Promenade mit unzähligen Straßencafés, historischen Stadthäusern und Gebäuden wie dem Kaufhaus aus dem Jahr 1388.

Die beeindruckende Imperia-Statue heißt Sie im Hafen willkommen. Sie wurde 1993 erbaut und war zu Beginn umstritten, hat sich aber zu einem Wahrzeichen von Konstanz entwickelt. Die satirische Darstellung zeigt eine neun Meter hohe Kurtisane, welche in ihren ausgestreckten Händen je eine nackte Figur mit Papsttiara und Königskrone hält. Die Statue dreht sich in ca. 4 Minuten einmal um seine eigene Achse.

Imperia-Statue in Konstanz
Imperia-Statue in Konstanz.  © Carolin Schwarzbach / pixelio.de

Von Mitte April bis Mitte Oktober fahren regelmäßig Bootstouren von Konstanz nach Überlingen, Kreuzlingen und nach Lindau.

Dom von Konstanz

Das majestätische Konstanzer Münster war bis 1821 die Kirche der Diözese Konstanz. Sein Turm ragt hoch in den Himmel und ist in der ganzen Stadt zu sehen.

Bevor Sie den Dom betreten bewundern Sie die Glaspyramide, die eine Römersiedlung schützt. Dies sind die Überreste einer römischen Festung, Constantia, welche der Stadt ihren Namen gab.

Von besonderer Bedeutung sind im Inneren des Doms die romanisch bemalte Holzdecke aus dem Jahr 1637, das Schnegg (Wendeltreppe) aus dem 15. Jahrhundert und der zentrale Eingang sowie eine tausendjährige Krypta. Zum Abschluss steigen Sie die 193 Stufen zur Plattform des Turms hinauf und genießen das Panorama auf die Stadt und den Bodensee.

Mittelalterliche Befestigungsanlagen

Von den mittelalterlichen Befestigungsanlagen der Stadt sind nur noch drei Türme erhalten. Wenn Sie alle drei besichtigen wollen, können Sie einen schönen Spaziergang vom Rhein bis zum nördlichen Ende der Altstadt unternehmen.

Der Pulverturm wurde 1321 von den jüdischen Konstanzern erbaut. Die Wände sind gedrungen und robust und zwei Meter dick.

Der Rheintorturm liegt am Rhein und war ein Brückentor. Jetzt befindet sich hier das Karnevalsmuseum in Konstanz. Das Museum ist immer ein großes Fest und bietet den Besuchern das ganze Jahr über 40 lebensgroße Karnevalsfiguren. Achten Sie auf das markante rote pyramidenförmige Dach dieses Turms.

Das Schnetztor liegt im Süden der Altstadt in der Hussenstraße.

Schnetzturm Konstanz
Konstanz, Schnetztor.  © Bildpixel / pixelio.de